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Aktuelles > 'Fracking'

Fracking

Die Energie-Diskussion in Nordhessen wird z. Zt. durch den bis dahin völlig unbekannten Begriff 'Fracking' befeuert. Was ist damit gemeint?
Die Firma BNK hat den Erlaubnisantrag gestellt in Nordhessen, also u.A. in den Bereichen Kassel, Bad Arolsen, Frankenberg und Hess. Lichtenau, aber auch im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis (sie nennt das Gebiet Adler-South APP), grossflächig nach 'unkonventionellen' Erdgasvorkommen suchen zu dürfen.
Bei Bewilligung (hierüber entscheidet das RP Darmstadt) würde die BNK eine Exklusivität in Hinblick auf die Erkundung innerhalb des dargestellten Gebiets erhalten. Was sind nun 'unkonventionelle' Erdgasvorkommen?
Bei der Gasförderung werden konventionelle und unkonventionelle Vorkommen unterschieden. Ein Hinweis für die Unterscheidung ist die Durchlässigkeit des Gesteins. In konventionellen Gasvorkommen kann das Erdgas – hauptsächlich Methan – weitgehend selbständig aus den Gesteinporen entweichen. Bei unkonventionellen Gasvorkommen müssen dagegen mit Hilfe von Hydraulic Fracturing (genannt Fracking) künstliche Risse in den Porenräumen geschaffen werden, damit das Gas für einen kurzen Zeitraum gefördert werde kann. Dazu wird zunächst eine Bohrung senkrecht niedergebracht, die dann in einer Tiefe von ca. 1000 bis 5000 m horizontal abknickt (dort wo man das Vorkommen vermutet) und erneut mehrere 100 m weit ausgeführt wird. Dies geschieht in 8 verschiedene horizontale Richtungen. Mit ungeheuerem Druck von z.B. 1300 bar wird dann eine große Wassermenge, die mit chemischen - zum Teil toxischen - Stoffen gemischt ist, in diese Bohrungen verpresst um das vermutete Schiefergestein aufzubrechen (zu fracken) und das dort gelagerte Erdgas heraus zu spülen. Durch dieses Verfahren besteht die Gefahr von oberirdischen Erdbeben, aber auch von der Kontaminierung des Grundwassers. Dies belegen Studien aus England, aber auch des Umweltbundesamtes (UBA). Auch wir GRÜNE lehnen dieses Verfahren ab und haben daher im April eine eindeutige Resolution zu diesem Thema im Parlament zur Abstimmung gestellt.
Obwohl auch die Umwelt-Ministerin in Hessen sich zuletzt ablehnend geäußert hat, was eine Genehmigung angeht, ist nach unserer Ansicht das Thema damit noch nicht vom Tisch. Die Bundesregierung könnte nach der Wahl im September 2013 das Bergrecht ändern, hat aber bisher keine Aktivitäten in dieser Richtung erkennen lassen. Daher steht zu befürchten, dass es zur Genehmigung von Probebohrungen kommen wird.
(auch hier geht's nochmal zum Resolutionstext)

 

     
 
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